Schüler der Realschule Wedemark nahmen an der sogenannten Roberta Challenge an der Leibniz Universität Hannover teil.
Die Roberta‑Challenge ist ein von Schülerinnen und Schülern organisierter Roboterwettbewerb für Klassen ab Jahrgang 5. Dabei treten Teams mit selbstgebauten Robotern gegeneinander an und müssen auf einem Parcours möglichst schnell und präzise verschiedene Aufgaben lösen.
Die Besonderheit: Die genauen Aufgaben werden erst am Tag des Wettbewerbs bekannt gegeben. So haben alle Teams die gleichen Chancen und brauchen keine lange Vorbereitungszeit im Unterricht. Etwa sechs Wochen vorher wird nur eine Abbildung des Spielfelds veröffentlicht, damit sich die Teams grob auf den Parcours einstellen können.
Im Vorfeld entwickeln die Teilnehmenden einen fahrtüchtigen Roboter, den sie zur Challenge mitbringen. Am Wettbewerbstag geht es dann darum, wie gut der Roboter auf dem Spielfeld navigieren, reagieren und die gestellten Aufgaben erledigen kann – Teamwork, Kreativität und technisches Können sind also genauso gefragt wie gute Nerven.
Vorbereitung

Zur Vorbereitung hatten wir fast zwei Monate Zeit . In der wir lernten wie man den Roboter so programmiert, dass er auf bestimmte Farben reagiert. Zum Beispiel, dass er sich bei der Farbe Rot um 90° dreht, eine Linie verfolgt oder kleine Aufgaben, wie etwas ziehen oder schieben durchführt. Und natürlich kann er noch viel mehr. Der größte Schwerpunkt lag darin, den Roboter für alle Aufgaben richtig zu programmieren. Das erforderte viel Merkfähigkeit, da man während der Challenge Befehle nicht nachschlagen darf.
Während der Übungsphase in der Schule hatten wir mit einigen Herausforderungen zu tun. Wir mussten den Farbsensor selbst programmieren, da der von mBlock, das Programm was wir zum programmieren benutzten, nicht mit dem Liniensensor funktionierte. Dieser war aber sehr wichtig, da auf dem Spielfeld farbige Plättchen lagen, auf die der Roboter reagieren sollte. Die Befehle, die bei bestimmten Farben ausgeführt werden sollten, waren zwar nicht schwer zu merken, aber wir mussten den Sensor so anpassen, dass er richtig funktionierte und das benötigte oft viel Zeit.
Wettbewerbstag
Nach intensiver Vorbereitung war es endlich so weit: Der Tag des Wettbewerbs stand bevor, an dem wir unser Können unter Beweis stellen konnten! Allerdings erfuhren wir an dem Tag, dass unsere Schule andere Roboter hatte als die Teams der anderen Schulen. Unsere hatte Arduino Alviks, während die Gegner mit Baby-Lego-Robotern unterwegs waren.
Am Anfang war das ein kleiner Nachteil: Unsere Roboter schafften nicht alle Aufgaben, weil sie nicht die gleiche Leistung wie die Lego-Roboter der anderen hatten. Doch dann wurde das zum Vorteil! Durch diese Einschränkungen bekamen wir eine andere Punkteverteilung – und haben super abgeschnitten!
Zum Auftakt wartete erstmal ein lustiges Teamspiel, Zu viert einen Papierflieger falten, aber jeder nur mit einer Hand und ohne ein Wort zu sprechen. In 30 Sekunden pro Versuch brauchten wir richtig gute Absprachen per Gesten.
Kurz nach dem Start des eigentlichen Wettbewerbs lief jedoch nicht alles nach Plan. Während es bei den anderen Schulen reibungslos funktionierte, hatte eines unserer Teams zunächst mit einem Programmierfehler im Code zu kämpfen. Als wir den Fehler schließlich fanden und beheben konnten, blieb uns nur noch wenig Zeit. In den letzten 30 Sekunden gelang es uns aber, den Roboter erfolgreich zum Start zu bringen.
Trotz der Aufregung verlief am Ende alles wie gewünscht. Der Roboter funktionierte einwandfrei, und in der zweiten Runde lief es bei beiden Teams sogar richtig gut. Ein spannender Tag, an dem wir viel gelernt und als Team zusammengehalten haben!

Die Challenge
Die Challenge bestand aus mehreren spannenden Aufgaben, die alle unter dem Motto „Dschungel“ standen. Zuerst sollten wir einen kleinen Baby-Affen zu seiner Mutter schieben – das war schon ein lustiger Start! Danach mussten wir mit einem Greifarm, den wir zuvor selbst gebaut hatten, drei Schachteln aus einer Höhle ziehen. Das war gar nicht so einfach und hat viel Geschick erfordert.
Anschließend ging es mit unserem Roboter durch einen Parcours. Am Rand standen ein Tiger und eine Schlange, die man auf keinen Fall berühren durfte – sonst gab es Punktabzug. Danach mussten wir eine Kokosnuss von einer Palme stoßen, ohne dass die Palme umkippte. Das war eine echte Herausforderung

Später kam eine Weggabelung mit zwei möglichen Pfaden, aber nur einer führte richtig weiter. Das Ziel war, dass unser Roboter den richtigen Weg wählte und bis ins Ziel kam. Zum Schluss wurde es noch einmal richtig spannend: Ein Tiger tauchte auf, vor dem man so schnell wie möglich davonfahren musste. Der Tiger hatte ein Seil mit einem Magneten, der sich mit dem Magneten an unserem Roboter verbinden sollte – doch manchmal fiel er einfach ab, was für extra Nervenkitzel sorgte.
Die Reihenfolge der Aufgaben konnte man übrigens selbst wählen. Es war also nicht nötig, alles direkt hintereinander zu machen. Trotzdem gab es die meisten Punkte, wenn man alle Aufgaben am Stück erfolgreich meisterte.
Platzierung
Auch wenn es am Ende nicht ganz für den ersten Platz gereicht hat, durfte sich eines unserer Teams über die Auszeichnung als Superteam freuen. Gewürdigt wurden dabei unser faires Verhalten, unsere Freundlichkeit und der Humor, mit dem wir als Gruppe aufgetreten sind. Zudem gewann unsere Schule einen neuen 3D-Drucker sowie eine Übungsstrecke, die künftig im Unterricht und bei Projekten zum Einsatz kommen werden.
Fazit von mir
Ich persönlich fand die Challenge richtig gut! Sie hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, weil man nicht nur neue Dinge ausprobiert, sondern auch richtig tolle Leute kennenlernt. Besonders cool fand ich, dass man mal etwas anderes gemacht hat als sonst im Alltag – das hat für echte Abwechslung gesorgt. Während der Challenge habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt, über mich selbst gelernt und gemerkt, wie motivierend Teamarbeit sein kann. Ich würde wirklich jedem empfehlen, bei so einer Challenge mitzumachen, denn sie macht nicht nur Spaß, sondern sorgt für gute Laune.

